Dienstag, 22. August 2017
Notruf: 112

Wespen und Hornissen


Im Sommer und Herbst erreichen die Feuerwehr, wie auch die Stadtverwaltung der Stadt Sendenhorst, immer wieder Anrufe, in denen sich Bewohner melden, die ein Wespen- oder Hornissennest im Garten oder auch im Haus vorfinden.
Nicht selten fordern die Anruferinnen und Anrufer die Vernichtung der Tiere. Den Wenigsten ist bekannt, dass heute einige Arten, wie z.B. die Hornissen, sowie alle Bienen und Hummeln, besonders streng geschützt sind. Die Beseitigung eines Nestes kommt daher nur äußerst selten in Betracht.
Bei der rechtlichen Lage ist zu unterscheiden, ob das Nest geduldet, umgesetzt oder beseitigt werden soll. Hier ist der Allgemeine und der Besondere Schutz, nach dem Bundesnaturschutzgesetz, bindend.
Alle sozialen Faltenwespen (Vespidae) (außer der Hornisse) unterliegen dem allgemeinen Artenschutz (§ 20 dBundesnaturschutzgesetz). Hiernach ist es verboten die Tiere mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Dieser Schutz bezieht sich auf die Einzeltiere und auf die Lebensstätte. Ausgenommen vom Verbotstatbestand sind Handlungen die aus "vernünftigem Grund" stattfinden.
Anders sieht die rechtliche Lage bei der Hornisse (Vespacrabro) und allen heimischen Arten der Bienen und Hummeln (Apodiae)aus. Sie stehen unter besonderem Schutz (§20 e Bundesnaturschutzgesetz). Hier besteht ein generelles Verbot die Tiere zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten.

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