Freitag, 22. November 2019
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42 Jahre im aktiven Dienst

Ein intensiver Tag des vergangenen Jahres war der 15. August. Schon früh morgens beseitigte die Wehr einen Baum von der Straße, rückte später zu einem Verkehrsunfall mit fünf Personen aus und unterstützte dann noch den Festumzug zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt, wurde während der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr berichtet.
Standing Ovations gab es am Freitagabend bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sendenhorst und Albersloh für die Hauptbrandmeister außer Dienst Heinz Lütke-Verspohl und den nicht anwesenden Helmut Puke, die beide für ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt wurden. Für seine 40-jährige Zugehörigkeit erhielt Oberbrandmeister Rainer Lehmkuhl die Ehrung.

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Etwa 200 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung gekommen. Foto: Benedikt Stasch

 

 

Heinz Linnemann führte durch das straffe Programm der Versammlung, die mit dem Rückblick auf das vergangene Jahr begann. „Die Mitgliederzahl zum Vorjahr ist nahezu gleich geblieben“, berichtete Protokollführer Thomas Saerbeck. 354 sind es an der Zahl, wovon 176 aktive Wehrleute sind. Diese mussten im vergangenen Jahr zu 226 Einsätzen ausrücken. „119 Einsätze fielen auf den Löschzug 3 aus Albersloh“, so Thomas Saerbeck. Als intensivsten Tag des Jahres beschrieb Saerbeck den 15. August. Schon früh morgens beseitigte die Wehr einen Baum von der Straße, rückte später zu einem Verkehrsunfall mit fünf Personen aus und unterstützte dann noch den Festumzug zum 700-jährigen Jubiläum der Stadt.

Auch die beiden Musikzüge engagierten sich beim Stadtjubiläum. Der Höhepunkt für die Stadt-und Feuerwehrkapelle und den Spielmannszug Albersloh war jedoch das große Jubiläumskonzert im Oktober mit den insgesamt fünf Musikzügen der Stadt, bei dem Kapellen-Dirigent Martin Pasternak die Leitung übernommen hatte. „Es war ein voller Erfolg“, resümierte Michael Chudalla, der von der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Vereine beeindruckt war. Die Vorbereitungen liefen neben den gängigen Veranstaltungen. Der Spielmannzug Albersloh spielte auf 30 Veranstaltungen und die Stadt- und Feuerwehrkapelle auf 28.

Dass es auch nach der aktiven Zeit in der Feuerwehr weitergeht, zeigte der Bericht der Ehrenabteilung von Bernhard Münstermann. Auf vielen kleineren und größeren Veranstaltungen kamen die ehemaligen Feuerwehrmänner zusammen und machten auch eine viertägige Reise nach Schleswig-Holstein. Für das Stadtjubiläum hatten sie historisches Feuerwehrgerät aufbereitetet und nahmen damit am Festumzug teil. „Ohne eine Freiwillige Feuerwehr läuft nichts“, so Bernhard Münstermann.

Nach der Entlastung des Kassierer begann ein Marathon des Händeschüttelns für Wehrführer Heinz Linnemann und seinen Stellvertreter Heiko Ohlscher. Diese ließen es sich nicht nehmen den Neuaufnahmen, Beförderungen, Ernennungen und Lehrgangsteilnehmern persönlich zu gratulieren.

Befördert wurden unter anderem Dennis Kellermann zum Oberbrandmeister, Sascha Beisemann und Michael Wickensack zum Hauptbrandmeister, Thomas Vosseberg zum Brandoberinspektor und Klaus Seebröker zum Stadtbrandinspektor. Neuer Jugendfeuerwehrwart in Albersloh ist Tobias Litoborski.

Unter dem nächsten Tagesordnungspunkt verabschiedeten sich mit Werner Keppler, Jochen Horstmann und Reinhard Greiwe insgesamt 126 Jahre Feuerwehr aus ihrer aktiven Zeit. Jeder von ihnen kann auf 42 Jahre als Feuerwehrmann zurückblicken und Werner Keppler betonte: „Ich habe keinen Tag bereut.“

Zum Abschluss der Versammlung richteten sich Bürgermeister Berthold Streffing und Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann, der auch Grüße von Landrat Olaf Gericke übermittelte, an die Feuerwehrleute.

Im Namen des gesamtes Rates und der Bürger bedankte sich Berthold Streffing für die 226 geleisteten Einsätze. „Es geht um weit mehr, als nur das Löschen“, ging er auf das breite Aufgabenfeld der Feuerwehr ein. „Auch viele Veranstaltungen sind nur mit ihnen zu schaffen“, bedankte er sich für die tolle Leistung beim Stadtjubiläum. Sowohl bei den Wehrleuten, als auch bei den Musikzügen.

Er kündigte außerdem die Aktualisierung des Brandschutzbedarfsplans an, mit dem die Weichen für die nächsten fünf bis sechs Jahre gestellt werden sollen, damit die Feuerwehr weiterhin gut ausgestattet ist. Zwei neue Einsatzleitwagen werden schon im 4. Quartal des Jahres erwartet.

„Ihr habt 2015 wieder bewiesen, dass ihr da seid – nicht nur in Sendenhorst“, lobte Heinz Jürgen Gottmann die gute Zusammenarbeit im Kreis. Weiter dankte er auch den Familien und Unternehmen, die die Feuerwehrleute freistellen, damit sie in die Einsätze können.
An diese Worte schloss sich Wehrführer Heinz Linnemann an und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Kommt alle heile wieder aus euren Einsätzen.“

Von Benedikt Stasch