Montag, 16. September 2019
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Der Wahnsinn bei der Feuerwehr

Einen schwungvollen Abend mit viel Musik und Tanz verlebte die Freiwillige Feuerwehr bei ihrem alljährlichen Winterfest am Samstagabend. Während es vor der Tür schneite und die Temperaturen weiter fielen, stieg im Saal der Waldmutter die Stimmung. Rund 180 Gäste aus der aktiven Wehr, aus der Ehrenabteilung und aus der Stadt- und Feuerwehrkapelle sowie Bürgermeister Berthold Streffing hatten sich nach der Abendmesse auf den Weg gemacht und wurden von Wehrführer Heinz Linnemann begrüßt.

Die Feuerwehr laesst es beim Winterfest ordentlich krachen image 1024 width

Foto: Benedikt Stasch
„Die Reden wollen wir auf die Jahreshauptversammlung verschieben“, hielt sich Heinz Linnemann kurz. Er nutzte aber gerne die Gelegenheit, um sich beim bisherigen Winterfest-Organisator Christian Opitz zu bedanken, dessen Aufgabe von nun an Jo Schlautmann übernimmt. Dieser führte auch durch den Abend und versprach, dass keine Kosten und Mühen gescheut wurden. „Die Rechnungen für die Stars müssten in der nächsten Woche bei ihnen eintreffen“, kündigte er in Richtung Bürgermeister an.

 

 

 

Es folgte Star auf Star und Hit auf Hit. Den Anfang machten die „Wildecker Herzbuben“ in Person von Werner Thamm und Benjamin Richter, bei denen sich das Publikum schon mal einschunkeln konnte. Beim nächsten Auftritt von Daniel Schmitz als Wolfgang Petry hielt es viele bereits nicht mehr auf ihren Stühlen. Mit dem Lied „Wahnsinn“ heizte er der Festgesellschaft ein, und seine Fans waren gut vorbereitet. Plakate wie „Du bist der Wahnsinn“ oder „Ich will ein Kind von dir“ wurden in die Höhe gehalten.

Ordentlich gute Laune und Stimmung brachte auch die Karnevalsgesellschaft „Schön wär’s“, mit ihrem Prinzen Kai I. Oswald und seinen „Asphalt-Cowboys“, mit. „Vielen Dank für eure Unterstützung beim Rosenmontagsumzug und sowieso für euren ehrenamtlichen und freiwilligen Einsatz“, richtete KG-Präsident Dirk Vollenkemper das Wort an die Wehrleute und kündigte die Tanzgarde sowie Stadtlore Leonie Kreuzer an, die mächtig Eindruck hinterließen.

Prinz Kai I., der mittlerweile schon einige Auftritte hinter sich hat, begrüßte sein Volk mit einem gut gelaunten „Haudi“ und stellte mit Freude fest, dass Bürgermeister Berthold Streffing mit stolz seinen „Beuge-Orden“ trägt. Zur Belohnung gab es ein kleines Gegengewicht, damit es von nun an etwas einfacher wird.

Auch er lobte die Sendenhorster Feuerwehr für ihren Einsatz. „Und weil wir so dankbar sind verteilen wir auch gerne Orden“, so der Stadtprinz, der die Auszeichnungen stellvertretend an Wehrführer, Jugendwart, Ehrenwart und Gruppenführer verlieh. Mit dem Prinzenlied verabschiedete er sich und mischte sich anschließend mit seinen „Asphalt-Cowboys“ unter die Feuerwehrmänner und -frauen.

Diese sahen auch einen „gnadenlosen“ Auftritt von der Disco-Formation „Boney M“ mit Frontsänger Werner Thamm und von „ABBA“ in Besetzung von Benjamin Richter am Keyboard, Daniel Schmitz an der Gitarre und Marina Strohbücker und Mareike Linnemann als Sängerinnen.

Zu guter Letzt stand noch die traditionelle „Hobelbank“ auf dem Programm, bei der sich die Wehrleute auch gerne selbst auf den Arm nehmen. Reporter Kamil Choluj interviewte Feuerwehrmann Werner Keppler, der nach 42 Jahren in den Ruhestand geht. Doch vorher verriet er dem Reporter noch so einige Geheimnisse und Probleme.

„Der Wahnsinn bei der Feuerwehr kennt keine Grenzen“, erzählte der aufgebrachte „Blaurock“ und nahm dann den einen oder anderen Kollegen kräftig aufs Korn. Auch wie er selbst zur Feuerwehr kam, erzählte er. „Hochwasserkatastrophen, riesige Feuer, Atomkraftwerkexplosionen, Erdbeben und Stürme bedrohen die Menschheit seit jeher, und es gibt immer viel zu tun. Und es gibt immer wieder unerschrockene Frauen und Männer, die sich den Gefahren stellen, ihre Freizeit für andere opfern und Menschen in Not helfen und auch gerne Bier trinken und feiern“, erzählte er, dass ihn Letzteres schließlich überzeugt habe.

Doch irgendwann ist Schluss, „auch wenn Leidenschaft kein Verfallsdatum hat“. „42 Jahre sind schon hammerhart – Getränke nach jeder Übung, bis zu 26 Mal im Jahr, und dann noch die vielen Jubiläen, Winterfeste, Kneipenbesuche“, berichtete er aus seiner aktiven Zeit.

„Ich werde durch viele sehr gut ausgebildete Frauen und Männer ersetzt“, macht er sich aber keine Sorgen um den Nachwuchs und gab ihnen mit auf den Weg: „Gebt alles für Sendenhorst, der schönsten Stadt der Welt.“

Mit Applaus ging er von der Bühne, die Band „Take 2“ übernahm das Kommando, und bis tief in die Nacht wurde gefeiert und ausgiebig getanzt.

Von Benedikt Stasch